Internetdialog mit Bundeskanzlerin gestartet - auch zum Safer Internet Day
(Quelle: heise.de)
www.bmelv-durchblicker.de: Neues Online-Angebot des Bundesverbraucherministeriums
(Quelle: bmelv.de)
Die oftmals im Handy eingebaute Kamera sowie der Datentausch über MMS, Bluetooth oder Infrarot sowie Datenkabel, die mit dem PC verbunden werden, können bei missbräuchlicher Benutzung dazu führen, dass Kinder und Jugendliche für sie ungeeignete Inhalte selbst aufnehmen oder empfangen können. Unter Gewaltvideos versteht man dabei aus dem Internet heruntergeladene, oder auch selbst mit der Kamera aufgenommene Videos oder Bilder, die Gewalt in verschiedenen Formen beinhalten (z. B. Schlägereien, Kriegsszenen, Vergewaltigungen, gewaltbeherrschte Actionsequenzen). Darüber hinaus sind Fälle bekannt geworden, bei denen Schlägereien nur aus dem Grund angezettelt wurden, um sie zu filmen (sog. Happy Slapping). Hierbei kann die Ausübung der Gewalt als auch das Filmen und Versenden der Inhalte unzulässig oder sogar strafbar sein.
Ebenso kann pornografisches Material aus dem Internet heruntergeladen sein, d.h. Bilder oder Filme werden aus dem Internet auf dem eigenen PC abgespeichert und auf das Handy übertragen, oder sie werden bei internettauglichen Handys direkt heruntergeladen und gespeichert. Pornografische oder sexuelle Inhalte können aber auch selbst aufgenommen sein. Diese Inhalte sind in den meisten Fällen geeignet, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu gefährden. Zusätzliche Probleme entstehen, wenn jemand unfreiwillig gefilmt wurde und diese Inhalte unfreiwillig und ohne Einwilligung verbreitet werden.
Problematische Inhalte können dann von Handy zu Handy versendet werden. Der Tausch per Bluetooh-Schnittstelle ist dabei die am meisten genutzte Technik, da sie im Gegensatz zu Infrarot in der Lage ist, auch größere Datenmengen schnell von Handy zu Handy zu verschicken. Im Gegensatz zu etwa MMS ist die Nutzung von Bluetooth kostenfrei, da die Datenversendung ohne Nutzung eines über das Mobilfunknetz angebotenen Dienstes direkt von Gerät zu Gerät erfolgt.
Hier einige hilfreiche Tipps zum Thema Gewalt- und Pornografievideos:
Sprechen Sie mit Ihrem Kind über problematische Inhalte, denn Kinder und Jugendliche sollten, falls sie derartige Inhalte erhalten haben, wissen, wie sie damit umgehen sollen. Erklären Sie Ihrem Kind, dass es echte Gewalt sieht, also nicht wie z. B. im Fernsehen fiktionale, und schaffen Sie ein Bewusstsein für die Situation des Opfers. Weisen Sie darauf hin, dass die Weitergabe gewalthaltiger Inhalte gegenüber dem Opfer verwerflich ist; vermitteln sie Ihrem Kind, dass es nicht "cool" ist, echte Gewalt zu inszenieren, nur um diese in Bildern und Filmen festzuhalten. Fördern Sie bei Ihrem Kind den positiven Gebrauch des Handys.
Falls ihr Kind ein Handy hat, das über eine Bluetooth und/oder Infrarot-Schnittstelle verfügt, kann man diese Schnittstelle(n) oftmals auch außer Kraft setzen; außerdem ist es möglich, das Versenden von MMS zu unterbinden. Bitte beachten Sie aber auch, dass Kinder und Jugendliche die Schnittstellen und Dienste für sinnvolle Tätigkeiten nutzen können, etwa, um selbstgemachte Bilder von z. B. der Klassenfahrt weiterzugeben. Darüber hinaus finden Kinder und Jugendliche oft Wege, um solche technischen Einschränkungen zu umgehen – die Aufklärung und der Dialog mit Ihrem Kind sollten deshalb im Vordergrund stehen. Weitere Informationen finden Sie hier/bei Ihrem Netzbetreiber/beim Hersteller des Handys unter folgenden Links:
Informationen zu Jugendschutzmaßnahmen bei O2
Informationen zur Sperrung von Funktionen bei T-Mobile
Informationen zu Jugendschutzmaßnahmen bei Vodafone
Es werden auch Handys angeboten, die keine Bluetooth- oder Infrarot-Schnittstellen oder keine Kamera besitzen.
Beachten Sie aber auch, dass Kinder und Jugendliche die Kamera und die Schnittstellen für sinnvolle Tätigkeiten nutzen können, z. B. um auf der Klassenfahrt oder im Urlaub Fotos zu machen und diese dann an Freunde weiterzugeben. Außerdem wird durch den sinnvollen Gebrauch der Kamera die Kreativität Ihres Kindes gefördert.
Der sinnvolle Umgang mit technischen Möglichkeiten ist auch angesichts der Zukunftsrelevanz von Mobilfunkgeräten zu unterstützen. Das Vorenthalten technischer Möglichkeiten ist deshalb nur bis zu einem gewissen Alter sinnvoll. Weitere Informationen finden Sie hier/bei Ihrem Netzbetreiber/beim Hersteller des Handys unter folgenden Links:
Informationen zu Handyfunktionalitäten bei O2
Informationen zu Funktionalitäten bei Vodafone
Kinder- und Jugendschutz bei O2
Informationen zum Jugendschutz bei Mobilcom
Informationen rund um Jugendschutz bei Handys bei E-Plus
Informationen zum Jugendschutz bei T-Mobile
Informationen zum Jugendschutz bei debitel